Am Donnerstag brachten wir (Get it! und Quest) Riki zum Euro-Airport. Er ging schon etwas früher nach Hause als wir anderen. Er hatte zwei riesen Koffer bei sich (er war jetzt seit einem Jahr nicht mehr daheim) und weil er schon ahnte, dass das wohl etwas mehr als 2×23kg sein könnte, nahm er noch einen kleinen Lederkoffer mit. Doch er sagte uns: „Bei südamerikanischen Fluggesellschaften schauen sie eh nicht so genau.“
Beim Check In dann stellten wir die Dinger auf die Waage, raus kamen 36 und 29kg. Wir fingen also an, auszusortieren und umzupacken. Beim zweiten wägen dann sagte die Stewardess plötzlich: „Ihr Flug wurde bei verschiedenen Fluggesellschaften gebucht, drum dürfen sie von Basel nach Frankfurt nur 20kg mitnehmen.“ Der Lederkoffer war natürlich auch noch etwa 5cm zu gross fürs Handgepäck.
Weiter gings zum Schalter von Lufthansa. Dort wurde uns gesagt, dass alles Gepäck mitzunehmen 500.- Fr kosten würde und wenn ers mit Cargo schicken würde „nur“ 300. Nun war Riki echt im Stress (das habe ich dort zum ersten Mal gesehen). Aber die Stewardess war glücklicherweise super nett und sagte, dass es bei den 20kg noch etwas Toleranz gäbe und er drum maximal 25kg mitnehmen könne. Zudem brachte sie uns eine Kartonbox wo wir nochmals 8kg als Handgepäck reinbeigen konnten. Und den Rucksack konnte er als „Handtasche“ mitnehmen. Er entschied sich auch, nur einen Koffer mitzunehmen. Nun gings erst richtig los mit dem Umpacken. Wir veranstalteten eine riesen Auslegeordnung auf dem Flughafen, alle halfen, den Wein gut bzw. in die Box zu beigen, zwischendurch ging mal wieder einer zur Waage,…
Schliesslich hatten wirs geschafft: 7.8kg in der Box, der Rucksack war zum Platzen voll, ein Koffer mit 30kg bepackt (die 5kg Übergewicht musste er halt dann noch bezahlen), Riki trug 3 Jacken und einen Koffer nahmen wir wieder mit.
Dann setzten wir uns alle auf den Boden und beteten für ihn. Danach packten die Questler (die ihn ja nicht mehr so schnell wiedersehen werden) als Abschiedsgeschenk 4 Kübel Klacke aus, jeder bekam einen Löffel in die Hand gedrückt und so wanderten die Kübel im Kreis rum. Nach einem Gedicht für Get it! von Katharina (auch einer Questlerin) gingen wir nach oben zum Sicherheitscheck. Dort verabschiedeten wir uns und steckten Riki noch eine Packung Kambly-Güetzi zu, bevor Riki dann kontrolliert wurde.
Sobald er bei der Kontrolle war, hielten wir ein Plakat hoch: „We will miss you!“ Einer der angestellten fragte uns noch, wann wir ihn denn wiedersehen werden. Auf die Antwort „Im Januar“, die natürlich nur für Get it! gilt, grinste er nur… Als Riki durch den Metalldetektor ging rief er plötzlich „EEPA!“ (sagt man so in Paraguay und es bedeutet „hoppla“), und dann: „Gudrun, fang!“, und warf ihr ihren Zimmerschlüssel zu. Den hatten wir ihr für den Streich in der vergangenen Nacht abgeluchst. =)