Archiv für Mai 2008

26.5.

Mai 26, 2008

Uala, mein erster Artikel als 20ig-Jährige.

Da haben wir wieder einmal ein Donnerstagabend-Spezialprogramm im Drop In gehabt. Diesmal eine Kunstausstellung. Unter den Natives sind sehr viele künstlerisch begabt, sei es Gitarre spielen, Perlenstickereien oder eben malen. Und so haben wir einige eingeladen, ein paar Sachen auszustellen.

Geburtstag hier zu feiern war schon noch so cool. Schon am 17. wurde ich von Goyce zu einem Barbecue eingeladen. Ich dachte mir nicht viel dabei. Doch nach dem Essen türmten sie plötzlich Geschenke vor mir auf und brachten einen Geburikuchen. So kam ich also schon zu einem verfrühten Geburtstagsfest.

Das hier haben wir dort gefunden. Auf der Etikette steht so ungefähr: Igmachti Füdle…

Am 19. gingen wir erst mal Eva anfeuern, die ist nämlich ein 10 Meilen-Rennen gelaufen.

Evas Fanclub

Und noch ein Gruppenbildli am Schluss

Später kamen dann noch ein paar Leute, die ich eingeladen habe. Meine Teamler haben am Tag zuvor gebacken was das Zeug hält, ich wurde daher kurzerhand aus der Wohnung verbannt. Michèle hat mir gnädigerweise noch ZNacht gebracht. Aber es hat sich gelohnt, es gab Cookies, Muffins und eben diesen Kuchen.

Auch Geschenke gabs noch mal, unter anderem diesen Regenschirm.

Nur von meinem Team gabs nichts, aber sie haben mich am Abend zum essen eingeladen. Am Mittwoch hiess es, wir sollten Rudi und Lois im Garten helfen gehen. Lois brachte uns am Tag vorher ein Auto, weil sie uns am Mittwoch nicht zurückbringen konnten. Beim verabschieden sagte Riki: „See you tomorrow.“ Lois schaute uns verwirrt an und meinte, sie wisse von nichts. Riki brachte sie runter und erklärte es ihr. Elke meinte nur: „Die kommunikation zwischen den beiden ist ja genial.“

Am Mittwoch stiegen wir dann ins Auto und fuhren ca. eine Stunde. Irgendwann hielt Riki bei einem Reithof und alle riefen: „Happy Birthday!“ Es ging erst ein paar Sekunden bis ich verstand, aber dann ergab vieles plötzlich Sinn…

Wir gingen dann auf einen wunderschönen Ausritt durch den Busch und es war schön, mal wieder ein Pferd von Nahemzu sehen!

Damit der Vater mal wieder was zum Lachen hat: Wir fuhren in die entegengesetzte Richtung als wir hätten fahren sollen, wenn wir zu Rudi und Lois gewollt hätten. Aber ich hab natürlich nichts gemerkt…

15.5.

Mai 15, 2008

Nun sinds noch genau 3 Wochen und 6 Tage, die ich hier in Thunder Bay verbringen werde. Einerseits freue ich mich immer mehr auf die Schweiz, mal wieder richtigen Käse zu essen und Auto zu fahren (mache ich hier aus Versicherungsgründen nicht), richtige Berge zu sehen und natürlich nach Hause zu kommen und euch alle wieder zu sehen.

Die letzten Wochen werden jetzt noch mal ziemlich stressig, da es so viel gibt, was wir noch tun wollen und so viele Leute, die wir noch einladen und besuchen wollen.

Hier noch mal ein paar Fötelis und Stories aus den letzten 3 Wochen:

Das ist Kevin. Er ist einer der Ka-na-chi-hih Jungs die hier in der Stadt einen Drogenentzug machen.  Kevin ist eine Stufe weitergekommen im Program und deshalb gab es eine Graduationsfeier, zu der er uns einlud.

Es war eine traditionelle native Zeremonie und es war super spannend, dabei sein zu können. Schliesslich haben wir sogar noch hinter ihm her getanzt um so zu zeigen, dass wir ihn unterstützen.

Und danach gabs eben diesen Kuchen.

Da waren wir Smelt fischen. Diese kleinen Fische fängt man um Mitternacht wenn sie stromaufwärts schwimmen. Zwei Nächte vorher haben die 401-Jungs 600 davon gefangen. Wir haben in dieser Nacht 6 erwischt…

Elke war eine der Glücklichen, hier mit ihrer (nicht so glücklichen) Beute zu sehen.

Sogar in die USA haben wirs geschafft. Wir gingen mit einigen anderen Frauen aus der Gemeinde für zwei Tage nach Duluth zum Shoppen. An der Grenze kam ich mir wie in einem Film vor: In einer Ecke stand die amerikanische Flagge, sie hing an einem hölzernen Stock mit einem goldenen Knauf (wie im Film). Von der Wand grinste uns Bush und zwei andere Politiker entgegen und um reinzukommen wurde ein Föteli von uns geknipst und ein Fingerabdruck genommen. Aber die Leute dort waren voll freundlich.

Da sind wir bei einer Shoppingpause zu sehen (ok, wir haben gecheatet, die Tüten sind nicht alle uns).

Und das ist das Resultat am Ende des Wochenendes…

Mmmhhh. Da hab ich das Brünnli im Badezimmer entstopft, aus dem „erstaunlicherweise“ das Wasser nie richtig abgeflossen ist. Wie der Schnitzer reingekommen ist weiss ich ja auch nicht.

Dabei hats sogar mich fast glüpft, obwohl ich doch laut Elke „a Mage wie a Kuh“ hab. =)

Das war ja mal ne peinliche Aktion… Nach der Brünnliaktion wollte ich mich ein bisschen aufs Dach setzen zum Sünnelen. Dazu steigt man aus unserem Fenster über den Spalt im Bild aufs Nachbardach. Blöderweise ist mein Natel nicht bis aufs Dach gekommen, sondern in den Spalt gefallen.

Ich fragte Riki, ob er mir helfen könne und er meinte nur: „Da hast du keine Chance. Letztens dachte ich: Wenn mein Portmone da runter fallen würde, würd ich nicht mal versuchen es hochzuholen.“

…Sehr motivierend. Aber ich gab nicht auf und hab schliesslich das Unmögliche geschafft und es hochgeholt. Was man doch nicht alles tut für sein Natel. =)

Gestern gingen wir mit ein paar Frauen so ziemlich spontan Picknicken. War mega schön. Man beachte den Quilt auf dem Tisch. =)

So, das wars mal wieder.