Archiv für Januar 2008

Red Lake

Januar 21, 2008

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Von Sonntag bis Mittwoch gings nach Red Lake, das ist „nur“ etwa 7h entfernt von Thunder Bay. In Red Lake hat die Mission, für die wir arbeiten (Living Hope Native Ministries) ihr Büro und wir hatten dort eine Orientation.

Wir mieteten einen Wagen (Dodge natürlich =), den wir am Sonntag Mittag abholten, und fuhren up north. Wir wollten möglichst früh losziehen, damit wir nicht im Dunkeln fahren müssen wegen den Elchen.

Es war dann schliesslich doch dunkel, aber wir kamen heil an.strasse-moose.jpg

Ich machte gerade 4 Toasts (ein Toaster, in dem man 4 Scheiben auf einmal machen kann!), als LaMar kam und uns einlud, auf ein paar Egg-Sandwiches vorbeizukommen. Die waren super und wir waren so froh, dass wir nicht noch was Kochen mussten. LaMar arbeitet für New Hope und schaute während der 4 Tage zu uns. Er ist der Vater von Emily, unserer Nachbarin und Leiterin des Drop-In-Centers.michele-im-bettli.jpg

Richtig canadian bedankte sich LaMar beim verabschieden dafür, dass wir noch vorbeigeschaut haben. Kanadier bedanken sich einfach für alles!

Am Montag gabs dann am Morgen eine Orientation darüber, was Living Hope eigentlich ist und was sie tun und auch über die Native Kultur. Am Nachmittag fuhren wir dann nach Pikangikum (sprich: pikandschikum), ein Reservat, welches nur einen Katzensprung entfernt ist: 2h…

Zuerst war die Strasse ziemlich gut, aber am Schluss fühlte es sich eher wie in einer 8erbahn an, als wie in einem Auto. Das letzte Stück fuhren wir dann sogar auf dem See.gruppenfoto-auf-dem-see.jpgWir auf der WInterroad

Pikangikum ist eines der grössten Reservate, sie haben sogar eine eigene Schule. Diese brannte jedoch nieder und so hatten die Kinder halt für 4 Monate keinen Unterricht. Auch haben die meisten Häuser kein fliessendes Wasser.

In Pikangikum besuchten wir Colleen, eine Missionarin, die dort lebt und arbeitet. Es war voll spannend, ihr zuzuhören, aber was sie erzählte war auch ziemlich traurig. Ich habe über ihre Liebe zu den Menschen dort gestaunt.

Danach gings wieder zurück nach Hause. Am nächsten Morgen durften wir bei LaMar Pancakes essen, natürlich mit allem drum und dran: Speck, Spiegeleier, Ahornsirup, irgendwelche Würstchen,… Einfach herrlich! Danach gabs noch einmal etwas Orientation und nach dem Mittagessen schliesslich das Highlight: Skidoo fahren (laut Elke Scubidoo =)

LaMar wohnt direkt am See und hat 3 von den Dingern (manche, seine zwar nicht, fahren bis zu 150km/h und in Kanada dürfen schon 12-jährige Skidoo fahren!) und die sind einfach hammer! So mit 90 über den gefrorenen See fahren ist schon noch so ein gutes Gefühl…

Ich auf dem Skidoo

Bei der vorherigen Tour durch Red Lake sahen wir auch überall auf dem See Halbwüchsige auf den Skidoos. Es ist eben alles grösser, wie die canadische Version der Töfflibuebe mal wieder beweist.

Am Abend gabs dann noch ein Feast (keine Ahnung ob das die richtige Schreibweise ist, das ist ein Ojibwey-Wort und meint das, was wir canadisches Buffet nennen) zu dem die Leute aus den beiden Mennonitengemeinden in Red Lake eingeladen wurden. Auch die Leute waren super nett. Riki schoss dann noch den Vogel ab mit den Worten: „We´re happy to be here in Red DEER!“ Hehe, Riki und Namen…

Am nächsten Tag gings dann wieder zurück und kurz vor Thunder Bay sahen wir sogar noch ein Moose! Zum Glück neben der Strasse…

Reise

Januar 12, 2008

Am Dienstag Mittag gings los nach Albisheim zu Elke: zu 6. (wir hatten zwei Fahrer) quetschten wir uns in einen Minivan, plus natürlich das Gepäck (2 Koffer und zwei kleine Handgepäckstücke pro Person). Ich sass auf dem hinteren Sitz und meine Beine hatten natürlich nicht platz hinter dem vorderen Sitz, so musste ich immer irgendwie schräg sitzen (nach der Hälfte tauschten wir zum Glück die Plätze). Bei Elke verbrachten wir dann zwei gemütliche Tage und am Donnerstag gings dann zum Frankfurter Flughafen. Nach diversen Kontrollen und dem Check In sassen wir dann im Flugzeug. Es war ziemlich gemütlich, das Essen war erstaunlich gut und es kam mir nicht vor wie 8 1/2 h. In Toronto kamen wir mit einer halben Stunde Verspätung an.

Nun mussten wir erst durch den Zoll, dann zur Immigration und schliesslich unser Gepäck abholen. Während dieser ganzen Zeit „kannten“ wir Thomas nicht, da er nur 3 Monate bleibt und kein Visum hat. Wenn sie gewusst hätten, dass wir zusammengehören, hätte es Probleme geben können. Es verlief alles reibungslos, wir konnten unsere Schokolade und das Fondue mitnehmen und das Gepäck war auch alles da.

Dann gingen wir zum Check In für den Flug Toronto-Thunder Bay. Boarding Time wäre 20 vor 4 gewesen, wir waren um etwa 4 dort. Das reichte nicht mehr. Aber der Flug wurde einfach umgebucht und so kriegten wir einen um 17.15. Wir gingen also zum Gate, machten es uns gemütlich, kauften was zu Trinken, beteten und spielten eine Runde Tichu. Dann gings in die Maschine für den Weiterflug. Diese war sehr klein und alt. Man hörte den Motor viel lauter und als die Räder zur Landung ausgefahren wurden, dachte ich, es sei etwas zu Boden gefallen.

Der Start war wunderschön, wir flogen über Toronto by night, wow! Dann kamen wir wieder in den Nebel =(

Nach anderthalb Stunden waren wir in Thunder Bay, und trotz der 1 1/2h Verspätung warteten mind. 15 Leute auf uns, die uns in Empfang nahmen. Es war wunderschön zu sehen, dass sich die Leute so über unser Kommen freuten!

Dann gings im Church Van weiter zu unserer Wohnung. Wir erwarteten ein düsteres, enges Appartement. Aber die Wohnung hatte gebrannt und wurde deshalb renoviert. Sie wurde an dem Tag um 3pm fertiggestellt, wir kamen um etwa 8 an… Gestern und heute wurden dann noch einige Dinge fertiggestellt. Die Wohnung hat zwar nur ein Fenster, aber sie ist gut beleuchtet und schön. Halt kanadischer Stil. Wir haben nun schon einigermassen eingerichtet, aber die Koffer sind noch nicht ausgeräumt. Leider haben wir nur zwei Bedrooms und so schlafen alle 4 Frauen in einem Raum, und der ist ziemlich klein, ausser 2 Kajütenbetten und Nachttischen hat nichts mehr wirklich Platz

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Canada – Das Land, in dem alles ein bisschen grösser ist

Januar 12, 2008

„Everything´s bigger in Canada, even the bottle“, also sogar der Schoppen. Das ist wirklich so hier.

Vorgestern wurden wir mit dem Church Van vom Flughafen nach Hause gebracht. Der Church Van ist ein 15-Plätzer und einfach huge! Gestern gingen wir dann einkaufen. Shampoo kauft man hier in 635ml-Flaschen, Milch und Orangenjus in 2-Liter-Beuteln usf.Da Church Van

Thunderbay ist eine Stadt, aber wer sich jetzt eine Altstadt mit dichtgedrängten, hohen Häusern vorstellt liegt falsch. Die meisten Häuser haben ein oder zwei Stockwerke, sie sind dafür aber von der Grundfläche her grösser. Die Häuser liegen auch weit auseinander. Die grösseren Strassen haben so um die 5 Spuren.

Und dann gibts natürlich noch die Malls…