Archiv für November 2007

Rache an Riki

November 29, 2007

Erst mal möchte ich auf die Alliteration im Titel aufmerksam machen. Schön, nicht?

Wie alles begann: Michèle hing mit Riki die Wäsche auf und steckte dabei seelenruhig einige Chlämmerli an seine Kapuze. Als sie hochkamen aus dem Keller, steckte sie noch einige an sein Kissen. Er nahm sie weg und schmiss sie in unser Zimmer. Michèle Steckte sie wieder ans Kissen. Als er dann kam und motzte, liess sie sich dazu erweichen, sie wieder in den Keller zu bringen.

In dieser Zeit aber nahm Riki seinen Mörderwecker (Tönt etwa wie ein Feueralarm) und stellte den in unser Zimmer (natürlich war der Wecker nicht auf halb sieben gestellt, sondern auf halb fünf!).

Als wir geweckt wurden, gings erst eine ganze Weile, bis wir herausfanden, was den Lärm verursacht.

Während wir uns nervten, heckten wir aus, wie wir ihm das heimzahlen…

Erst mal wollten wir seinen Mittagsschlaf rauszögern. Also drehten wir sein Bett einfach um (Bettpfosten nach oben) und legten Kissen und Decke fein säuberlich oben drauf.

Als nächstes standen Michele und ich nachts um halb zwei auf, packten Teddybären, Kissen, ein Isomätteli und eine Decke und sülzten Riki was vor, von wegen, wir hätten einen Albtraum gehabt und könnten nun nicht mehr schlafen. Wir legten uns neben sein Bett aufs Isomätteli und hielten ihn wach, bis er uns ein Lied gesungen hatte und eine Geschichte erzählte (er musste allerdings zwei erzählen, die erste war zu kurz =) ).

Naja, am nächsten Morgen waren wir nicht so fit, aber wir hatten unseren Spass…

…to be continued, wir haben schon neues ausgeheckt… =)

Teamleben zum 2ten: Von Socken, Waschmaschinen und Picknick

November 25, 2007

Da wir Teamler in einem Haus leben, können wir uns schon mal aufs WG-Leben in Kanada vorbereiten. Abgesehen vom Waschen läufts super: Schon nach dem ersten Mal hatten wir Sockenprobleme, wem gehört jetzt was… Riki hatte plötzlich ganz viele weisse Tennissocken und Eva mangelte es komischerweise plötzlich an denen. Aber auch schwarze Socken ohne anschreiben mitzunehmen war keine wirklich gute Idee… Es liegen sicher 7 Socken im Wohnzimmer, die nicht zusammenpassen wollen…

Also, kleiner Tipp für alle, die mal Get it machen wollen: Nehmt am besten nur farbige Socken und Unterwäsche mit und schreibt das Zeug an!

Aber das ist nicht das einzige Problem beim Waschen: Unsere Waschmaschine ist ein Monster, welches wohl die letzte Eiszeit miterlebt hat… Flecken kriegt man auf jeden Fall besser von Hand raus. Und man muss erst den Wasserhan aufdrehen. Wir sind aber nicht die einzigen, die mit dieser Maschine waschen, und die anderen drehen den meist zu. So ist es auch schon einige Male vorgekommen, dass wir trocken gewaschen haben.

Abgesehen vom Waschen läufts aber gut. Und wir können ja immer Elke, unsere Hauswirtschafterin, um Rat fragen. Und Flickwäsche kann man einfach Vreni (sie ist auf dem Bieni angestellt) geben, so machts auf jeden Fall Riki. =)

Es ist cool, dass im Team spontane Blödheiten Platz haben. So haben Michèle und ich es uns zu einem Spiel gemacht, Riki irgendwie bei seinem „heligen“ Mittagsschlaf zu stören, sei’s durch Zimmer besetzen oder staubsaugen oder… Riki ist gerade dran, sein erstes Lied zu schreiben – an den Mittagsschlaf.

Was anderes ist der Freefalltower: Wir haben es uns in den Kopf gesetzt, einmal auf den Freefall Power Tower auf der Herbstmesse Basel zu gehen. So zogen wir denn eines Abends los nach Basel. Elke haben wir einfach übestimmt… Vor dem Turm fand Eva, sie wolle da nicht hoch. Sie liess sich aber dann von Riki überreden, wenn er dafür eine Stunde mit ihr Joggen gehen würde (Eva macht OL…)

Freefalltower

Gesagt, getan, wir waren also auf dem Fallturm (ist eigentlich nicht so besonders, er fährt einfach hoch und dann fällst du im freien Fall runter) und hatten unseren Spass, es war ein Wunder, dass wir am nächsten Tag noch reden konnten.

Am darauf folgenden Sonntagnachmittag dann zogen Eva, Riki und Gudrun los. Wir schärften Eva natürlich ein, dass sie Gas geben sollte (no mercy!) und wir sie nicht reinlassen würden, wenn Riki nicht mit der Zunge auf dem Boden zurückkäme.

Sobald sie losgezogen waren, schmierten wir Nutellabrote, packten Mandarindli, warmen Tee, Isomätteli, eine Decke, den Laptop und einen Föteler ins Auto und fuhren los. Wir hatten vorher Eva gefragt, wo sie durchjoggen und wollten Riki jetzt schön ärgern, indem wir uns gemütlich an den Wegrand setzten, picknick machten und ihn auslachten. =)

War auf jeden Fall gemütlich und mega lustig.

Survival-Week

November 16, 2007

Die sog. survival-week liegt schon ein bisschen zurück (die war nämlich in der 3. Woche), aber davon muss ich unbedingt auch noch schreiben, die war nämlich super!

Das Ziel dieser Woche war Teambildung, aber auch an seine Grenzen kommen. Dadurch, dass wir diese Woche so nahe aufeinander waren, konnten wir auch schon ein bisschen sehen, wo’s eventuell Schwierigkeiten geben könnte.

Tja, zu viel verraten will ich nicht, falls irgend jemand von den Lesern auch mal Get it macht. Das spezielle an dieser Woche ist nämlich, dass du nie weisst, was als nächstes kommt. Aber das Programm ändert eh jedes Jahr.

Am Montag Morgen, den 22. Oktober (!) standen wir also mit vollgepackten Rucksäcken, inkl. Schlafsack und Isomatte, vor dem Schulgebäude. Peter und Heidi, die Leiter der Woche, kontrollierten erst das Gepäck und dann nahmen sie uns alle Süssigkeiten ab (Grrrrr).

Nach einer kurzen Fahrt mit dem Bienibus stiegen wir bei einem Sportplatz aus, wo wir alle Inlineskates verpasst bekamen. In den nächsten zwei Stunden lernten wir skaten bzw. bauten unsere Fähigkeiten weiter aus.

Weiter gings im Bienibus. Wir hielten bei zwei kleinen Seen wo wir uns verpflegten. Die Plätze rund ums Feuer waren sehr begehrt, da es wirklich saukalt war. Danach versuchten wir etwa eine halbe Stunde auf eine möglichst klein zusammengefaltete Plache zu stehen. Das machten wir natürlich noch so gerne, da es schön warm gab. Danach kriegten wir eine Karte in die Hand gedrückt und kamen etwa eine halbe Stunde später (Eva, unserer OL-Läuferin sei Dank) am Biwakplatz (!!!) an.

Die restliche Zeit des Abends verbrachten wir damit, ein Biwak zu bauen, Abendessen zu kochen und Holz zu sammeln. Mit dem Biwakbau wurden Eva und ich betraut (beides Jungschileiter…). Aber wir hatten ganz schön Mühe, da wir einfach aus Materialmangel keinen Gotthard, Berliner oder Spatz für 10 Personen bauen konnten. Bis wir dann auf die Idee kamen, dass wir auch einfach Material im Wald sammeln könnten (jojo, die hüttige Jungschärler si eifach scho Materiauabhängig)…

Schlussendlich haben wir alle in diesem Zelt geschlafen, wenn es auch nicht wirklich warm war.

Am nächsten Tag gings mit dem Velo weiter. Aber wer jetzt denkt, es sei schön flach gewesen, täuscht sich gewaltig. So kam es, dass ich und einige andere die Velos hauptsächlich schoben. Zum Glück gabs unterwegs immer wieder Posten, wo wir uns ein bisschen ausruhen konnten. An diesem Tag fingen die Fantasien von Schokolade, heissen Duschen, einem anständigen Klo usw. an…

Schliesslich kamen wir zu einer Höhle, in die man hinten reinklettern konnte und in der wir dann auch schliefen. Aufgrund eines Baches, der durch die Höhle floss, mussten einige des Nachts ziemlich oft aufstehen und „für kleine Mädchen/Jungs“.

Am nächsten Morgen gabs – schon wieder Eva sei Dank, da sie Bäckerin ist – super Schlangenbrot. Etwas später sassen wir wieder im Bienibus und fuhren, und fuhren, und meine Füsse froren schier ab. Irgendwann hielten wir dann, und es hiess: Aussteigen, wir machen jetzt einen zweistündigen Aufstieg. Bingo, dachte ich, denn eigentlich wollte ich nur irgendwohin, wo’s warm ist, aber sicher nicht nach draussen in den Nebel.

Naja, ich ging halt dann doch. Mit dem Rucksack (aus dem wir vorher alles, was wir nicht brauchen würden ausgepackt hatten) gings hoch.

Noch diesen Hügel. Da ist schon wieder ein Hügel, tja dann. Noch ein Hügel. Irgendwann wars einem einfach egal. Nach der ersten halben Stunde marschierten wir schweigend und bekamen immer wieder neue „Denkaufgaben“, z.B. wie stehts um mich und Gott oder was bringe ich dem Team, wo bin ich schwierig für das Team. Dies war total gut, da man so abgelenkt war vom wandern.

Irgenwann kamen wir dann über das Nebelmeer, gerade bevor die Sonne verschwand. Aber zum Glück hatte es vorher Nebel, denn wenn wir gesehen hätten, wo wir hochgehen, hätten wir uns wohl geweigert.

Diese Nacht verbrachten wir in der Heftihütte, endlich wieder auf einer Matratze und es gab sogar ein Klo.

Am nächsten Tag gings dann zum Klettern. Es war toll zu merken, was man schafft, wenn man’s sich zutraut.

Am Abend sahen wir noch einen „gigantomanischen“ [Rahel, 2007] Sonnenuntergang, bei dem wir einfach nur noch über die schönheit von Gottes Schöpfung staunen konnten.

Am nächsten Tag gings wieder runter. Unten wieder in den Bienibus und so fuhren wir wieder eine Zeitlang. Irgendwann sagte Michèle: „Ah, hier wohnt meine Cousine“. Plötzlich: „Wir fahren Richtung See!“. Uns schwante schlimmes, denn wir hatten unser Badzeug mitnehmen müssen. Und so kams wirklich, jeder musste bis zum Kinn in den See rein. Wir schrien natürlich wie am Spiess, ausser Sandra (von Quest), die gemütlich eine Runde schwamm. Danach wars einem aber voll warm und man fühlte sich richtig erfrischt (zum ersten mal in dieser Woche waren wir wieder ein bisschen sauberer).

So. Noch mehr kann ich nicht verraten. Nur noch soviel: Die Schokolade bekamen wir wieder zurück, aber erst am Sonntag!

Und Fotos folgen noch, aber die sind auf Elkes Laptop, der abgestürzt ist. Zum Glück kennt sich einer unter den Studenten aus, der hat die Festplatte ausgebaut, weil wir den Laptop einschicken müssen. Wieder mal hats sich bewiesen: „Back up ist nur für Feglinge!“

Besuchstag

November 7, 2007

Am 8. Dezember ist Besuchstag auf dem Bienenberg. Alle, die also sehen wollen, was ich so treibe den ganzen Tag und wo genau ich stecke oder einfach mal (wieder) auf den Bieni möchten sind herzlich eingeladen. Wer interesse hat, soll sich bei mir melden, ich schicke ihm dann die genauen Infos. Aus mengentechnischen Gründen beim Essen sollte man sich anmelden, auch das ist dann über  mich möglich.