Ferien

Juni 13, 2008 von juulchen

Vorgestern sind wird voellig kabutt von den letzten Tagen, vom Abschiednehmen und vom Flug in Vancouver angekommen. Wir haben ein super Z’Nacht gegessen, die erste Mahlzeit ausser den bloeden Kraeckern im Flugzeug seit dem Fruehstueck. Danach nahmen wir die Faehre um nach Bowen Island zu gelangen. Ich schlief die ganze Zeit und als wir ankamen, dachte ich, wir wuerden erst losfahren. Wir sind seit vorgestern im Rivendell Retreatcentre, es ist ein Ort der Ruhe, was uns sehr gut tut nach der stressigen letzten Woche. Jeder hat sein eigenes Zimmer, auch das ein Luxus, den ich extrem geniesse. Die Leute hier sind super freundlich und die Natur atemberaubend. Gestern machten wir einen Spaziergang und besichtigten einen 1000 Jahre alten Baum namens Opa. Hier ist – im Gegensatz zu Thunder Bay – alles saftig gruen, es hat viele Farne und ist ziemlich schwuel. Halt eher Regenwald, nur hats auch Nadelbaeume.

Der Gedanke an den Abschied hat mich in den letzten Wochen einige Male ziemlich traurig gemacht, aber als es dann soweit war, habe ich gemerkt, dass ich es unbewusst gar nicht so an mich ran gelassen habe. Das macht mir Muehe, weil mir die Leute wichtig sind, aber ich mich im Moment einfach ziemlich leer und gefuehllos fuehle. Auch scheint Thunder Bay im Moment sehr weit weg. Es wird wohl noch etwas dauern, bis ich den Abschied wirklich begreifen kann.

Heute fahren wir mit der Faehre zurueck und werden dann fuer die restliche Zeit in einer Kirche uebernachten. Auf dem Programm stehen sight seeing, wahrscheinlich in die Rockies fahren oder nach Vancouver Island. Und dann einfach nochmal das Team und Ferien geniessen.

26.5.

Mai 26, 2008 von juulchen

Uala, mein erster Artikel als 20ig-Jährige.

Da haben wir wieder einmal ein Donnerstagabend-Spezialprogramm im Drop In gehabt. Diesmal eine Kunstausstellung. Unter den Natives sind sehr viele künstlerisch begabt, sei es Gitarre spielen, Perlenstickereien oder eben malen. Und so haben wir einige eingeladen, ein paar Sachen auszustellen.

Geburtstag hier zu feiern war schon noch so cool. Schon am 17. wurde ich von Goyce zu einem Barbecue eingeladen. Ich dachte mir nicht viel dabei. Doch nach dem Essen türmten sie plötzlich Geschenke vor mir auf und brachten einen Geburikuchen. So kam ich also schon zu einem verfrühten Geburtstagsfest.

Das hier haben wir dort gefunden. Auf der Etikette steht so ungefähr: Igmachti Füdle…

Am 19. gingen wir erst mal Eva anfeuern, die ist nämlich ein 10 Meilen-Rennen gelaufen.

Evas Fanclub

Und noch ein Gruppenbildli am Schluss

Später kamen dann noch ein paar Leute, die ich eingeladen habe. Meine Teamler haben am Tag zuvor gebacken was das Zeug hält, ich wurde daher kurzerhand aus der Wohnung verbannt. Michèle hat mir gnädigerweise noch ZNacht gebracht. Aber es hat sich gelohnt, es gab Cookies, Muffins und eben diesen Kuchen.

Auch Geschenke gabs noch mal, unter anderem diesen Regenschirm.

Nur von meinem Team gabs nichts, aber sie haben mich am Abend zum essen eingeladen. Am Mittwoch hiess es, wir sollten Rudi und Lois im Garten helfen gehen. Lois brachte uns am Tag vorher ein Auto, weil sie uns am Mittwoch nicht zurückbringen konnten. Beim verabschieden sagte Riki: „See you tomorrow.“ Lois schaute uns verwirrt an und meinte, sie wisse von nichts. Riki brachte sie runter und erklärte es ihr. Elke meinte nur: „Die kommunikation zwischen den beiden ist ja genial.“

Am Mittwoch stiegen wir dann ins Auto und fuhren ca. eine Stunde. Irgendwann hielt Riki bei einem Reithof und alle riefen: „Happy Birthday!“ Es ging erst ein paar Sekunden bis ich verstand, aber dann ergab vieles plötzlich Sinn…

Wir gingen dann auf einen wunderschönen Ausritt durch den Busch und es war schön, mal wieder ein Pferd von Nahemzu sehen!

Damit der Vater mal wieder was zum Lachen hat: Wir fuhren in die entegengesetzte Richtung als wir hätten fahren sollen, wenn wir zu Rudi und Lois gewollt hätten. Aber ich hab natürlich nichts gemerkt…

15.5.

Mai 15, 2008 von juulchen

Nun sinds noch genau 3 Wochen und 6 Tage, die ich hier in Thunder Bay verbringen werde. Einerseits freue ich mich immer mehr auf die Schweiz, mal wieder richtigen Käse zu essen und Auto zu fahren (mache ich hier aus Versicherungsgründen nicht), richtige Berge zu sehen und natürlich nach Hause zu kommen und euch alle wieder zu sehen.

Die letzten Wochen werden jetzt noch mal ziemlich stressig, da es so viel gibt, was wir noch tun wollen und so viele Leute, die wir noch einladen und besuchen wollen.

Hier noch mal ein paar Fötelis und Stories aus den letzten 3 Wochen:

Das ist Kevin. Er ist einer der Ka-na-chi-hih Jungs die hier in der Stadt einen Drogenentzug machen.  Kevin ist eine Stufe weitergekommen im Program und deshalb gab es eine Graduationsfeier, zu der er uns einlud.

Es war eine traditionelle native Zeremonie und es war super spannend, dabei sein zu können. Schliesslich haben wir sogar noch hinter ihm her getanzt um so zu zeigen, dass wir ihn unterstützen.

Und danach gabs eben diesen Kuchen.

Da waren wir Smelt fischen. Diese kleinen Fische fängt man um Mitternacht wenn sie stromaufwärts schwimmen. Zwei Nächte vorher haben die 401-Jungs 600 davon gefangen. Wir haben in dieser Nacht 6 erwischt…

Elke war eine der Glücklichen, hier mit ihrer (nicht so glücklichen) Beute zu sehen.

Sogar in die USA haben wirs geschafft. Wir gingen mit einigen anderen Frauen aus der Gemeinde für zwei Tage nach Duluth zum Shoppen. An der Grenze kam ich mir wie in einem Film vor: In einer Ecke stand die amerikanische Flagge, sie hing an einem hölzernen Stock mit einem goldenen Knauf (wie im Film). Von der Wand grinste uns Bush und zwei andere Politiker entgegen und um reinzukommen wurde ein Föteli von uns geknipst und ein Fingerabdruck genommen. Aber die Leute dort waren voll freundlich.

Da sind wir bei einer Shoppingpause zu sehen (ok, wir haben gecheatet, die Tüten sind nicht alle uns).

Und das ist das Resultat am Ende des Wochenendes…

Mmmhhh. Da hab ich das Brünnli im Badezimmer entstopft, aus dem „erstaunlicherweise“ das Wasser nie richtig abgeflossen ist. Wie der Schnitzer reingekommen ist weiss ich ja auch nicht.

Dabei hats sogar mich fast glüpft, obwohl ich doch laut Elke „a Mage wie a Kuh“ hab. =)

Das war ja mal ne peinliche Aktion… Nach der Brünnliaktion wollte ich mich ein bisschen aufs Dach setzen zum Sünnelen. Dazu steigt man aus unserem Fenster über den Spalt im Bild aufs Nachbardach. Blöderweise ist mein Natel nicht bis aufs Dach gekommen, sondern in den Spalt gefallen.

Ich fragte Riki, ob er mir helfen könne und er meinte nur: „Da hast du keine Chance. Letztens dachte ich: Wenn mein Portmone da runter fallen würde, würd ich nicht mal versuchen es hochzuholen.“

…Sehr motivierend. Aber ich gab nicht auf und hab schliesslich das Unmögliche geschafft und es hochgeholt. Was man doch nicht alles tut für sein Natel. =)

Gestern gingen wir mit ein paar Frauen so ziemlich spontan Picknicken. War mega schön. Man beachte den Quilt auf dem Tisch. =)

So, das wars mal wieder.

22.4.

April 23, 2008 von juulchen

Da ich so ein schlechtes Gewissen hab weil ich so lang nicht geschrieben habe, schreib ich heute Abend gleich wieder. =)

Da haben Elke, Michèle, Thömu und Riki den Drop In Boden gestrichen. Es sieht nun viel freundlicher aus in diesem Raum. Danach hatte Elke blaue Handabdrücke auf ihren Hosen und Thömu auf seinen Adiletten…

Da waren wir Skifahren auf einem „Berg“ hier in der Nähe. Es war voll lustig, die antike Sesselbahn hat einen jedesmal schier von den Füssen gehauen wenn man sich draufsetzen wollte. Und man beachte unsere langen und geraden Skier, die wir von 401 ausleihen durften. Ich wars nicht mehr wirklich gewohnt, auf solchen zu fahren und mich hats dermassen auf die Schulter gehauen, dass ich für 3 Wochen nicht mehr auf dieser Seite schlafen konnte. Am Anfang musste ich sogar das auf dem Rücken schlafen trainieren. Seit Mitte letzter Woche gehts aber wieder. Ach, das war so schön, als ich zum ersten Mal wieder 5min auf dieser Seite liegen konnte. Danach musste ich mich aber schmerzeshalber wieder auf die andere Seite drehen… Tjaja, jetzt gehts ömu wieder.

Hier noch ein Bildli vom Sleeping Giant. Das ist eine Halbinsel im Lake Superior. Das Foto haben wir gemacht, als wir eine Woche vor Thömus Abreise (Samstag vor Ostern) auf dem Mount McKay gepicknickt haben. Naja, ist ein bisschen übertrieben. Wir haben heisse Schoki und Schoki, meine Decke und Gitarre und die Liederbücher eingepackt. Liederbücher und heisse Schoki in den selben Korb zu tun hat sich als schlechte Idee rausgestellt, die Liederbücher haben jetzt alle einen Schockirand…

Aber es war auf jeden Fall lustig und sogar schon warm genug, um ohne zu erfrieren ein bisschen draussen zu sitzen.

Das ist ein Bild von Thömus Abschiedsparty die wir am Tag vor seiner Abreise für ihn organisiert hatten. Er wusste von nichts und war dann schön überrascht, als über 50 Leute kamen, um ihm zu zeigen, wie wichtig er ihnen geworden war.

Gerade die Natives mochten ihn sehr, da er als Emmentaler – im Gegensatz zu Riki – nicht die ganze Zeit redet oder sie ausfragt, sondern ihnen einfach zuhören oder auch ein Schweigen aushallten kann.

Wir haben während dem Abend alle Leute ein Plakat mitgestalten lassen. Hier das Resultat.

Eine Nachricht war besonders lustig: „Thomas, ich liebe dich. Ich vermisse dich schon jetzt. Umarmungen und Küsse. “ Unterschrieben wars mit dem Namen von einem der 401-Girls. Diese war aber gar nicht da und kann auch kein Deutsch. Geschrieben hat sie Harvey, der ehemalige Drop In Direktor…

Hier seht ihr ein Bildli vom Montag Abend. Es war um halb 9 immer noch so warm, dass wir auf dem Dach picknicken konnten. War voll gemütlich.

Ja, das ist auch was lustiges hier: Sobald es über 10° warm ist, sieht man überall Leute in Flipflops, Spaghettiträgertops, …

Aber kurze Hosen haben wir auch schon bei -25 gesehen (dann oftmals mit dicken Winterstiefeln kombiniert…). Ein Junge hat uns erklärt: „-25 ist schön warm. Da wo ich herkomme wird’s -60.“

…tja.

Es war auf jeden Fall ein tolles Gefühl, als ich zum ersten Mal mit Karla ohne Jacke vom Tim Hortons nach Hause gelaufen bin. Naja, ich war dann doch froh, als ich in die warme Wohnung kam…

Ich habe mich hier nun wirklich ziemlich eingelebt und geniesse die verbleibenden 7 Wochen. Ich habe hier so viele wunderbare Leute kennen gelernt. Und nun kann ich diese Beziehungen pflegen. Heute Abend waren wir zum Beispiel bei Joy und haben Perlenstickereien gemacht (ich arbeite an meinen Mokassisns). Vorher habe ich einem Mädchen aus der Gemeinde Klavierunterricht gegeben. Morgen werde ich Babysitten und dann kommt Sybil zum essen. Sie hat FAS (fetales alkohol Syndrom), ist also geistig behindert. Sie kocht meistens irgendetwas mit uns und dann spielen wir Spiele. Ich habe ihre Art und ihr fröhliches Lachen, aber auch ihre Kochkünste schätzen gelernt. Obwohl es nicht immer einfach ist mit ihr.

Dann gibts Tina, sie geht zur High School hier und mit ihr verstehe ich mich sehr gut. Wir gehen oft zu Tim Hortons zusammen.

Oder Leta, eine alleinerziehende Mutter, die schon durch ziemlich viel gegangen ist in ihrem Leben. Da sie scheinbar fast nicht einfach mal hinsitzen und einen Kaffee trinken kann, renne ich mit ihr meistens irgendwo rum (erst Secondhandshop, dann nach Hause zum Bannock backen, das Brot der Natives, dann zum Futureshop und Walmart,…). Aber dabei ergeben sich gute Gespräche.

Und dann eben auch die Ka-na-chi-hi-Boys, oder andere Leute aus der Gemeinde, oder Karla von 401 oder …

Langsam ist unsere Arbeit ins Rollen gekommen, und das macht Spass! Ich freue mich schon jetzt auch darauf, wieder nach Hause zu kommen und euch alle wieder zu sehen. Aber ein Teil meines Herzens wird wohl hier bleiben.

21.4.

April 21, 2008 von juulchen

So, endlich schaff ichs mal wieder, Blog zu führen. Hier also wieder einige Bilder und andere Updates.

Letztens waren wir Eisfischen. Hier einige Eindrücke:

Zuerst mussten wir die Löcher bohren, was wir mit diesem Teil machten. Aber nicht lange, da kam auch schon ein hilfsbereiter Kanadier der uns seinen benzingetriebenen Lochbohrer auslieh.

Wir fingen sogar drei Stueck (irgendwie hatten nur die Männer Glück, fühlte mich voll diskriminiert von diesen Fischen =) und zwei bekamen wir noch vom Fischer, der uns sein Machin auslieh. Hier ist Riki mit seinem Exemplar zu sehen.

Und schliesslich mussten wir sie dann ausnehmen. Daran hatte Elke besonders Freude. Die Eingeweide und die kleinen Fische aus dem Magen bekamen die Möven.

Thomas hat uns ja am 30.3. verlassen. Er musste wieder zurück, weil er nur 6 Monate Ferien bekommen hat. Das Team ist jetzt viel mehr ein Frauenteam (mit Riki als Hahn im Korb). Es ist halt anders, aber immer noch gut. Thömu hat uns auch schon brav ein Päckli geschickt (keine Ahnung, wie oft wir ihm das eingeschärft haben).

Weil Michèle keine Uhr, kein Natel und auch keinen Wecker hat, hat Thömu seinen netterweise da gelassen. Und Michèle brauchte eben letztens eine Uhr, als sie shoppen ging. Drum nahm sie kurzerhand den Wecker mit.

Wir haben jetzt auch mehr Platz. Vor etwa 3 Wochen haben Michèle und ich das Zimmer von Emily, das ja jetzt leer war, bezogen. Das gibt viel mehr Raum, um auch mal alleine zu sein und spart so Energie.

Aber man bekommt halt auch etwas weniger voneinander mit. Überhaupt sind wir alle viel mehr alleine mit unseren jeweiligen Leuten von hier unterwegs. Manchmal ist es richtig schwierig, mal Zeit für eine Teamandacht oder zum gemeinsamen Singen zu finden. Aber ich geniesse es auch, so selbständig zu sein. Und langsam haben wir hier alle ein paar Leute, die wir nun schon etwas besser kennen.

Vor ein paar Wochen hat die Gemeinde eine Schlittenfahrt organisiert zu der auch einige Schüler von DFC (das ist eine Highschool zu der nur native Kids gehen) kamen. Da hab ich nach langem mal wieder ein Rössli von Nahem gesehen.

Rössli ist ein bisschen untertrieben. Hier zur illustration die Hufeisen (die Hand auf dem Bild gehört Eva).

Hier noch ein Bild von einem Specialevent im Drop In. Den gibts jeden zweiten Donnerstag und er wird von uns geplant. Da haben wir Gipsmasken gemacht und danach bemalt. Ach ja, Eva wurde hier gerade maskiert.

Und hier haben wir einen Ausflug mit Joy Gerber, einer Frau aus der Gemeinde, zu den Kakabekafällen gemacht. Die sind  etwas ausserhalb von TBay. Damit ihr mal ein paar schöne  Landschaftbildli sehen könnt.

Und schliesslich noch ein Gruppenföteli von uns Frauen.

Ja, in dieser Gemeinde ist es viel mehr so, dass es Frauen- und Männeranlässe gibt. Und so arbeiten wir auch hier, die Frauen machen mit Frauen etwas und die Männer (bzw. der Mann) mit den Männern.

So haben wir unser Ladies Prayer, machen Beedwork (Dinge mit Perlen) zusammen, bald gibt es ein Mutter-Tochter-Frühstück, der Ladies Prayer Retreat war schon, gehen mit der Joy zmörgelen (Pancakes natürlich) und anschliessend die Wasserfälle anschauen, …

Riki geht mit Goyce in die Sauna, es gibt Männerfrühstück und Pijamaparties, Mens Prayer Retreat, …

Ach ja, mit Joy waren wir auch noch in einem Bulkstore. Da kann man verschiedenste Dinge offen kaufen (Schoggi, Täfeli, Gewürze, Teigwaren, Backwaren, …).

15.3.

März 17, 2008 von juulchen

Und wieder mal zeig ich euch ein paar Bilder, zuerst vom Drop In.

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Dieses Bild ist an einer Wand im Drop In, gezeichnet hat’s ein Maedchen, das auch in den Drop In kommt. Der Stil ist typisch native.

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Auch dieses Aquarium steht im Drop In. Der weisse Goldfisch heisst übrigens Hamburger. Und der Putzfisch (der versteckt sich unter einem Stein) ist Mr. Ugly.

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Auch Billiard spielen kann man hier (ich werde zum Crack hier =)

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Da haben wir einen Pokerabend mit Hot Dog veranstaltet. Jeden zweiten Donnerstag (dann wenn nicht Gym-Night ist und es somit keine blauen Knie gibt) gibts irgendein Spezialprogramm

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Und hier hab ich Riki dann endlich doch noch die Haare schneiden können. Das haben wir auch im Drop In gemacht.

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Voilà, sieht doch viel besser aus, isn’t it? Da haben wir Riki zum essen eingeladen.

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Michèle (unsere Canada-Verrückte) ist happy. Zuerst hat nur sie ein Fahnli bekommen. Nachdem wir dann alle ein ich-will-auch-ein-Fähnli-Gesicht gemacht haben, hat die Serviertochter uns anderen auch eins gebracht.

A propos Serviertochter: Elke hat mal wieder einen Fettnäpfchentritt, der in die Geschichte eingehen wird, gemacht:

Nach dem Early Morning Prayer (um 6!) gingen wir Frühstücken. Ken sagte irgendwann: If you make the waitress mad, you gotta go home.

Elke lachte und lachte. Dann erklärte sie Eva, die es nicht verstanden hatte: If we make the matress wet, we have to go home.

=)

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Hier zum Beweis ein Foto…

Im Kulturunterricht auf dem Bieni (eigentlich interkulturelle Kommunikation, da hatten wir mal so einen Block) haben wir gelernt, dass wir eben alles durch eine schweizer Brille sehen würden und dass wir versuchen sollten, diese abzulegen. Michèle ist also sehr vorbildlich!

E ggliini Nääbebemerggig: Die Brille hat Riki von ein paar Kanadiern zum Geburtstag bekommen.

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Da waren wir Chinesisch essen. Wenn man hier auswärts essen geht, gibts immer riesen Portionen (es ist aber ziemlich billiger als in der Schweiz). Sobald man satt ist, kommt die Kellnerin und fragt, ob sie’s einpacken kann. So gibts am nächsten Tag dann auch noch mal Restaurantessen.

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Da hab ich unserer Nachbarin die Fransen geschnitten. Das ist also Emily, sie war Direktorin des Drop In. Sie ist nun ab nach Alberta zu ihrem Verlobten. Deshalb gibts im Drop In im Moment nur den Vorstand und die Volunteers (normalerweise sollten dazwischen noch der Direktor und der Programm-Koordinator sein). Dadurch haben wir jetzt auch mehr Verantwortung.

Wir haben auch angefangen, den Drop In ein bischen auf Vordermann zu bringen und haben vor zwei Wochen mal eine Grossaufräumete gestartet (also es ist nicht so, dass es ein riesen Gnusch war, aber wir haben halt mal alle Schränke ausgeräumt und geschaut was es so alles hat und den Gerümpel weggeschmissen).

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Hier noch ein Abschiedsfoti mit Emily. Riki war da gerade in Winnipeg (@ Eli: denkst du auch, was ich denke? =). Man beachte die schönen Stirnfransen von Emily!

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Ja, wir haben die Jungs letzte Woche sogar dazu gebracht, den Rolladen in unserem Zimmer aufzuhängen. Wir müssens ja nutzen, dass Thomas noch da ist. Der verlässt uns nämlich am 30.3.

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Da waren wir zu Besuch. Temperatur: ca.-20…

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Diese Bilder stammen beide vom Ladies Prayer Retreat, wo wir uns mit anderen Frauen, die für Living Hope arbeiten getroffen haben.

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Wir haben einen Girls Club gestartet, wo wir uns jeden 2. Dienstag mit Girls zwischen 15 und 25 treffen und irgendwas mit ihnen machen. Da haben wir gerade Cinnamon Rolls gemacht. yum yum! Die sind wirklich hammer. Wer das Rezept haben will, soll mir eine Mail schreiben.

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Wenn man bei uns gleichzeitig kocht und bäckt geht die ganze Zeit der Feueralarm los. Um ihn auszulöschen, steigt man auf einen Schemel und wedelt den Dampf mit einem Kissen weg.

…und sabald man sich hingesetzt hat, geht der Alarm natürlich wieder an…

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Das ist eine kleine Schweizerin. Ihre Eltern haben den Kids Club hier gestartet (da waren wir auch gerade). Sie sind erst seit September hier und die kleine kann noch nicht so gut Englisch. Drum freut sie sich jedesmal extrem, wenn sie uns trifft, und versucht möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu sagen.

Das tönt dann etwa so: „JULIA! Dumuesluege.Iwottdelöpiszeige“ (Wehe, wenn ich dann noch etwas am machen bin). Danach:
„Weisundnälisdsgottiannachounddelgöttitinuundnälhaninodsta-(lufthol)- tantimalianneudiehetzwöichingundihlemaaheisstthömuund…“

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Kanadischer Schoggihaas

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Ein Traum von mir ist in Erfuellung gegangen: Ich habe Nordlichter gesehen. Und das ist ein Foto davon. Sie waren gruen und sahen ein bisschen aus wie leuchtende Nebelschwaden.

Gesehen habe ich sie in Dryden, ca. 4 Autostunden von Thunder Bay entfernt an einem Famliliewochenende auf einem Camp, das der Mission gehoert, zu der auch die 401-Leute gehoeren. Ich bin mir ein bisschen als schlechter Christ vorgekommen dort, ohne Jupe und Haeubchen. =)

An dem Tag hab ich sehr viel ueber Fragen nachgedacht, die ich mir schon die ganze Woche ueber gestellt habe. Ich hatte das Gefuehl, dass Gott in meinem Leben so nichts tut und ich hatte auch sonst an ziemlich vielem im Glauben gezweifelt.

Da habe ich Gott gesagt, dass ich etwas von ihm in meinem Leben sehen moechte und dass ich schon lange davon traeume, Nordlichter zu sehen.

…und am Abend des naechsten Tages habe ich sie gesehen. Es hat mir mal wieder gezeigt, dass Gott nicht einfach weit weg, sondern mir ganz nahe ist, dass er ein lebendiger und ein liebender Gott ist.

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Weil der Thoemu uns ja bald verlaesst, haben wir frauen ihm gestern Abend noch mal gezeigt, dass wir ihn gern haben. =) Und wir mussten uns noch fuer den Rasierschaum am Spiegel (auf dem Bieni) raechen. Das war naemlich auch er, wie sich rausstellte.

Thömu schläft auf dem unteren Kajütenbett. Wir haben einfach die Matratze und das Brett, auf dem sie lag, rausgenommen und dann kreuz und quer Schnüre gespannt. Zum schluss haben wir noch mit Kreppband gewoben. Beim Foto sieht man also von innen heraus.

So, jetzt habt ihr wieder ein bisschen Gesprächsstoff.

Liebe Grüsse aus Canada

Meh über mini Arbeit u d Natives

Februar 24, 2008 von juulchen

I ha grad gmerkt, dassi vilech no chli gnauer sött beschribe, was i eigentlech mache. Me chas grob i drü Teile iteile: Mitarbeit im Jugendzentrum und ir Gmeind, s zwöite isch Beziehige ufboue zu de Lüt ir Gmeind, im Jugendzentrum und ou süsch. Der dritt Teil isch aues, woni für mi muess mache (Hushaut, Zit für mi,…).

Du frogsch di vilech itz, was das söu bringe, wenn i eifach Beziehige ufboue. Es goht derbi drum, die Lüt eifach z ermuetige, si söue merke, dass öper se eifach gärn het, dass si wichtig u wärtvou si. U we si de no zure Beziehig zu Gott finge, isch umso besser. Bi de Lüt ir Gmeind gohts meh drum, se im Gloube z sterche u für se do z si wes ne schlächt goht.

Eismou bini o no über d Natives usgfrogt worde. I wett itz do nid die ganzi Theorie ufschribe, doderzue empfili, i Wikipedia fougendi Begriffe go nochezluege:

First Nations, Residential Schools, Indianerreservation

Das git chli ne Idee vo dere Kultur u ihrne Problem. Sobaud me Lüt lehrt kenne, merkt me o vo dene Problem. Zur Illustration eis Bispiu: Amene Obe isch eine sturzbetrunke i Drop In Center cho, i nenne ne Phil. Das isch nid erloubt, aber wüu mer i 10 Minute eh hei wöue zuetue, hani gfunge, solang er niemer stört söuer haut blibe. Er isch u verwirrt gsi, u het gfrogt, ob er de i d Höu chöm, we der Jamie ufhört spile (dä isch nöime ghocket u het Gitarre gspiut). Do het eini, wo aube o i Drop In chunnt u o ne zimlech schwirigi Vergangeheit het, plötzlech gseit: Dä wott sech umbringe! Si het im de fangs chli öpis z ässe gä u isch use eis go rouche mitem. D Elke isch de der Riki go hole u dä isch o use u het när mitem wöue go nes Kafi trinke. Ufem Wäg zum Tim Hortons si si am Huus vo däm sire Schwöschter verbii cho u si hei de dört zuchegha. Die isch sech o grad mit ihrem Fründ am betrinke gsi, es Ching hets o no ume gha. Si hei de am Riki chli afo vo ihrere Gschicht verzöue. Ihri Öutere si beidi tot, der Vater het der Phil mega sträng erzoge, er het nie dörfe Emotione zeige. Meh Details weiss i nid, er het nur gfunge, dä Drop In sig e gueti Sach, är wünschti, är hätt o so öppis gha. U är wöu dä Jugendleche vo sire Gschicht cho verzöue, damit si nid der glich Scheiss mache. Der Riki het em de klar gmacht, für das müess er nüechtern si. Do het er nur gseit: We ni nüechtern bi, chani nid do drüber rede, das tuet vüu z fescht weh.

Das isch ei Gschicht, u die Gschichte si so vüufäutig wie d Lüt. Es het o nid jede sövu schlimms erläbt. Aber jede het sicher öpper wo nim sehr noch gstange isch dür (Säubscht)Mord verlore u jede kennt sicher öpper sehr guet wo söttigs erläbt oder erläbt het.

Vilech no chli zur Gschicht u zu der Situation: Die meischte Natives dohie si imne Reservat ufgwachse. Die si im Norde obe im Niemandsland. Im Winter si tüu per Outo über d Winterroad (d.h. übere See) erreichbar, im Summer muess me aber s letschte Stück mitem Boot fahre oder me flügt grad, wüus so wit wäg isch. D Reservat bechöme vor Regierig Gäud u mit däm cha när dä Vorstang so zimli mache was er wott, si entscheide, wie vüu u wie grossi Hüser dass si boue usw. Vüu Reservat hei kei fliessends Wasser. Aus Job i frog chunnt d Nursery (so ne Art Spitau, aber ohni Dokter), irgendwelchi Mitarbeit bim Reservat und e Job im Lädeli (die si meischtens sündhaft tüür, wüu si s Züg so wit müesse ufe bringe u wüus nur eis git). Wäg däm si sehr vüu Lüt arbeitslos. Vüu Erwachsni hei i re Residential School Missbruch erläbt, Seeusorg gits aber nid so würklech. Dür die schwirigi Gschicht wärde vüu schlächti Strukture witertreit, i der Mehrheit vo de Familie gits Problem mit Aukohou, Droge (schnüffle), jeglechem Missbruch, Teenagerschwangerschafte, oder … U so isch o d Säubschtmordrate dämentsprächend höch (das si z.T. 12-Jährigi). Mir isch verzöut worde, dasses (jungi) Müetere gäb, wo nid richtig wüsse, wie si ihri Ching söue erzie, wüu si das nid vo ihrne Müetere glehrt heige. Aber me darf glich nid vergässe, dasses ou intakti Familie git.

Drum ischs auso wichtig, dasses düre Drop In e Platz git, wo me sech cha sicher füehle u Liebi u Wärtschetzig erfahre.

18.2.

Februar 19, 2008 von juulchen

Wider es paar Pics ohni grosse Zämehang…

Küche

Das isch üsi Igang-Chuchi-Stube. Wie me gseht: Mir hei nur eis Fänschter, das isch i üsem Zimmer (me gseht d Türe zu däm).

Chuchi

Hie gseht der d Chuchi. D Schäftli si passend zu de Türrähme u de Türe.

Ussicht us üsem einzige Fänschter

Dasch d Ussicht us üsem Fänschter.

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Wo ist Walter, äh, Julia?

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Klein übt sich, wer ein richtiger Kanadier werden will! Hockey isch öppe s nöchschte wo Ching hie nachem loufe lehre! =)chnoi.jpg

Das Pic isch nach däm mer i dere Turnhaue si gsi. Mir hei dört mit de 401-Lüt (die heisse übrigens wäg ihrere Husnummere so) u es paar Jugendleche Volleyball gspiut u gschuttet. Schutte isch hie überhoupt nid populär, auso es wird im Turnungerricht äuä scho gspiut, aber süsch spiut me meh Hockey, Basketball oder Football. So chöi si o ni würklech super schutte, i ha zimlech guet chönne mithaute. A jo, u mir hei uf Hockeygoal gschosse, do gits o nid würklech vüu Goal. =).

Fazit nach dere Session: I ha zwöi blaui Chnöi gha (ha bim Volley versuecht Bäu z verwütsche), d Eva het eis rots gha, wüu si isch umgheit. Das het si när öpe zwe Täg fasch ni chönne bewege. U d Elke het der Chnöchu verstucht, isch aber scho fasch wider guet.

Wagemne verstuchte Chnöchu geit me hie nid zum Dokter, wüu dört wartet me Wuche bis Mönet uf ne Termin. Me goht äntwäder i ne Walk-In Klinik (dört brucht me kei Termin, me wartet aber drfür so um die 6 Stung) oder grad i Emergency (Notufnahm). Das hei mir mit der Elke de o gmacht.

D Kanadier zahle nüt fürs Spitau u füre Dokter, das isch i de Stüre in. Damit d Elke aber sech nur im Emergency het chönne amäude het si 450.- zaut! Das bechunnt si aber vor Versicherig wider zrugg.

Sit up

So Schüudli hets hie fasch bi aune Läde. =)

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Jo, mir (Michèle, Riki, Eva u ig) hei itz agfange, jede Obe 50 Situps und 25 Ligistütze z mache plus Dehne. Cha itz sogar scho mini Zeche berüehre. U bis itz zie mer das vou düre! Mir heis agfange, wüu der Riki goht go Schutte ir erschte Liga. Aso dasch nur innerhaub vo Thunderbay erschti Liga. Es si voraum Italiäner wo hie tüe Haueschutte. Das isch no so asträngend, u der Riki het sitem Bieni nümme gmacht, so ischer bim erschte Mou ir Haubzit uf s WC u het sech es paar Sache nomou lo düre Chopf go… När heter ebe gfunge, er müess itz chli trainiere.

Güetzi

Valentinstag wird hie nid nur vo de Bluemeläde pushet, sondern isch e mega Alass. S Gspröchsthema am nöchschte Tag sig nur: Und, was hesch du vo dim Maa becho? 401 het e Girls Club, au zwe Wuche es Nomi-Programm für Girls zwüsche 9 u 14. U s letscht mou ischs ebe am Valentinstag gsi u mir hei die Güetzi dekoriert. Die do het d Eva, üse Beck gmacht.

Das wo uf de Güetzi druf isch, isch Icing, e Mischig us Butter, Kokosfett (oder öpis ähnlecheäbm), Puderzucker, Läbesmittufarb u no paar angerne Sache. Das schmieret me hie uf jede Chueche u jedes Güetzi. U wes zum DessertChueche git, de gits nid nur e Bitz Cake, sondern me tuet no ne Chugle Glace und mindischtens ei Sauce derzue. Mmh!

Oder es git grad Cheese-Cake, das het unger e knusprige Bode u obe isch so öpis wie Philadelfia druffe (evt. no mit Schoggi oder irgendöpisem drinn).

Füess

Do gseht me d Füess vor Michèle u vom Dammian, eim vo de Jungs dohie.

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Do heimer d Nadine, der Jamie, d Jess u der Dammian ir Mall atroffe. Si hei dä Stünggu grad nöi ikleidet, natürlech passend zu ihrem Style. Choschtepunkt: 50 Stutz. Die hei aui nid vüu Gäud, aber schinbar muess, was me het müglechscht schnäu furt…

Gangstas

Do gseht der der Dammian, der Drayden (kei Ahnig ob mes so schribt) u d Nadine. Der Chli isch ar Nadine ihre Sohn. Der Dammian het sech grad e Goudzangatrappe gchouft.

Cheese

Dasch am ne Geburifescht. Dä Chli isch grad am Cheese säge. =)

8.2.

Februar 9, 2008 von juulchen

So, ich schmeiss jetzt einfach ein paar Bilder hoch, hat also keinen grossen Zusammenhang.

Autokabel

Also, das ist was lustiges hier: jedes Auto hat irgendwo ein Kabel. Damit kann mans über Nacht einstecken, der Motor bleibt etwas warm und man bringt es am nächsten Morgen wieder an. Das brauchts natürlich nur, wenns sehr kalt ist.

Überhaupt sind Autos und Strassen hier etwas anders. Die Autos sind durchschnittlich viel grösser und viel höher (ich hab auch das Gefühl, hier ist nicht Tieferlegen, sondern Höherlegen im Trend). Die Strassen sind zwischendurch einfach vereist (sog. black ice). Das hatten wir letzte Woche, Autofahren gleicht dann einem Horrortrip… Auch fuhren die Schulbusse (diese gelben Busse, die man aus den Filmen kennt) nur in der Stadt, die Kinder von ausserhalb hatten drum Schulfrei.

Ach ja, und dann gibts hier noch diese Autoschlüssel, mit denen man per Fernsteuerung nicht nur aufschliessen, sondern auch das Auto starten kann, damits schon mal etwas vorgewärmt ist. Und der Motor wird natürlich laufengelassen, wenn man nur kurz aussteigt.

Die Kanadier sinds auch viel mehr gewohnt, im Auto zu sitzen. Man fährt locker mal 2, 3 Stunden, um jemanden zu besuchen, einzukaufen u.ä. Und da Fliegen relativ teuer ist, nimmt man auch für längere Strecken meist den Car. Ach ja, der von unserer Nachbarin heisst übrigens Stokes (wie der eine in CSI).

Ja, als umweltbewusster Schweizer kommt man hier auf die Welt (Wortspiel!). Die Häusern haben viel dünnere Wände als in der Schweiz, sind aber extrem geheizt (man will ja auch im Winter keinen dicken Pulli anziehen müssen). Die Fenster sind so schlecht, dass man kurzerhand im Winter eine Plastikfolie davor klebt für zusätzliche Isolation. Für mehr als 1 Block nimmt man natürlich das Auto, Mülltrennung ist nicht wirklich etabliert und Kompost schon gar nicht.

Eva musste Haare lassen

Eva habe ich kürzlich die Haare geschnitten, nun sind sie noch etwa halb so lang. Ich war selber erstaunt, wie gut es aussieht! =)

Riki ist der nächste Kandidat… (*böses lachen*) =)

Echte Schweizer

Tja, das erste Fondü liess nicht lange auf sich warten. Wenn man auf Fondü-und-echter-Käse-Entzug ist, schmeckt dieses Gerber-Mikrowellen-Fondü ziemlich gut. Danke, Ben!

E gliini Nääbebemechggig (Colòn): Im Hintergrund flickt Riki den WC-Papierrollenhalter.

Im Thrift-Store

Die beiden Models des Teams: Michèle und Riki. Hier waren wir in Value Village, das ist ein Thriftstore. Entspricht in etwa unserer Brocki, mit dem Unterschied, dass es keine Kehrichtententsorgungsanlage ist und man wirklich brauchbares Zeug findet.

michele-und-lindt-kugeln.jpg

Da schlägt das Schweizerherz natürlich höher! Als ich in der zweiten Woche die Hoffnung auf anständiges Gemüse schon schier aufgegeben hatte (wir waren bis dahin nur im Quality Market, so eine Art Migros, aber eben nicht so auf Frischprodukte spezialisiert) gingen wir in den Superstore. Der ist auch wie Migros, hat aber weniger Nonfoodartikel und mehr Essen. Es war so schön, endlich mal wieder Gemüse zu sehen! Und natürlich die Schokolade… Aber wir haben nichts gekauft (*mir selber auf die Schulter klopf*). Obwohl, die Äpfel glänzten wie Weihnachtskugeln und die hatten Erdbeeren und ähnliches. Aber mafoi.

Trace Bundi

Auf dem Bild seht ihr Trace Bundy. Der gab letztens ein Konzert in einer lokalen Kirche. Er nennt sich selber guitar ninja. Und er ist wirklich krass! Es lohnt sich, den mal zu googeln oder youtubeln.

Hier seht ihr ihn am Sonntag Abend im Plunge, das ist der Jugendgottesdienst dieser Kirche. Am Anfang zeigen sie als Einstieg immer einen kleinen Film. Nicht so ganz mennonitisch-pazifistisch… Wer´s sehen will: Matty Popowich youtubeln (cooles Wort, gäu?). Sie haben auch einen Film zu Traces Lied „dueling Ninjas“ gedreht. Auch das lohnt es sich anzuschauen (einfach das Video, auf dem keine Gitarre zu sehen ist).

So, genug der Werbung und genug für heute.

28.1.

Februar 8, 2008 von juulchen

Hier sind Auszüge aus einer Mail, damit ihr mal seht, wie´s mir so geht.

Bis jetzt haben wir noch nicht extrem viel zu tun, und das ist im Moment etwas schwierig für mich, da ich nun einfach arbeiten möchte. Auch haben wir meist Abends Programm, am Morgen sind wir darum nicht extrem produktiv, habe ich das Gefühl. Es ist die Zeit für Haushalt, Stille Zeit (d.h. Bibel lesen, Gebet, Tagebuch), Teamsitzung, Mails usw. Das mag ich nicht. Ich weiss zwar, dass das auch als Arbeit zählt, aber wenn ich am morgen nicht produktiv gewesen bin, habe ich das Gefühl, den ganzen Tag nichts gemacht zu haben. Es wird wohl noch etwas Zeit brauchen, bis ich mich umgewöhnt habe.
Im Drop In waren wir jetzt schon ein paar Mal, aber es hat nur
wenig Mädchen. Wenn ich es mir genau überlege sinds aber doch einige.

In der Stadt gibt´s die 401-Leute, junge Leute, die mit einer mennonitischen Mission da sind. Sie machen so in etwa das gleiche wie wir. Die Frauen sehen zwar sehr konservativ aus (sie tragen Röcke und Häubchen) aber sie sind mega zwäg!
Auch die 401-Leute haben einen riesen Van und nehmen deshalb meist
noch einige andere (wie z.B. uns) mit. Das ist super, da man so Leute kennenlernt und auch eine Idee bekommt, was man so unternehmen kann hier.

Wir haben hier sogar Schweizer getroffen, die sind seit September hier. Auch sie sind vor allem auf dieNatives ausgerichtete Missionare (stell dir nun nicht verstaubte Leute vor, die irgendwelche Evangelisationsveranstaltungen organisieren!) und haben sich für 200 000$ ein riesen Grundstück gekauft, auf dem sie Sommercamps für native Kids organisieren wollen, es sollen aber auch Familien herkommen können, die eine Auszeit brauchen, Seelsorge angeboten werden (ein Seelsorger ist was ähnliches wie ein Psychologe, nur schaut er deine Probleme unter einem christlichen Aspekt an),…

Jetzt haben sie angefangen mit Kids Club. So eine Art Jungschi-Programm für Kinder von 6-12. Sie haben auch uns zum Helfen angefragt, aber ich weiss nicht so, ob das mein Platz ist hier. Es stresst mich mehr, als dass es mich begeistert.

In der Gemeinde können wir beim Alpha-Kurs mithelfen, das ist so eine Art Glaubensgrundkurs. Ich und Riki helfen je eine Gruppe leiten, die anderen sind abwechslungsweise Helfer und Kinderhüter. Und am Mittwoch kochen wir.
In dieser Zeit möchte ich rausfinden, wo meine Gaben sind. Im Moment habe ich aber grad keine Ahnung, ich zweifle eher all mein Können an. Das Selbstwertgefühl hat etwas gelitten. Ich denke, das liegt daran, dass es hier noch nicht viele Gelegenheiten gab, wo man bestätigt werden konnte, weil alles neu ist und man in einer anderen Sprache etwas dümmer dasteht als normal. Also es ist nicht extrem
schlimm, aber ich merke es halt schon.
Im Team haben wirs immer noch gut, auch zu 4. im Zimmer läuft bis
jetzt gut. Es ist halt schwieriger, ein persönliches Gespräch unter 4
Augen zu führen. Wir müssen uns angewöhnen, den anderen einfach
irgendwohin zu schleppen, wenn wir das brauchen und nicht darauf
warten, zu zweit zu sein.